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Artikel veröffentlicht / aktualisiert am:
3.11.26
✍🏻 Geschrieben von:
Oliver Mahrle

Google KI-Modus: aktivieren, ausschalten und in KI-Antworten sichtbar werden (2026)

Wie du den Google KI-Modus (AI Mode) auf Computer, Android und iPhone öffnest, Google ohne KI nutzt und was die Übersicht mit KI für deine Klicks bedeutet. Dazu GEO: was Google offiziell empfiehlt und was du dir sparen kannst.
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Den Google KI-Modus musst du nicht aktivieren: Du öffnest ihn über google.com/ai, über „KI-Modus“ auf der Google-Startseite oder in der Google App. Einen Schalter zum Deaktivieren gibt es nicht, weder für den KI-Modus noch für die Übersicht mit KI über den Suchergebnissen. Für eine Google Suche ohne KI wählst du den Filter „Web“ oder richtest ihn mit dem Parameter udm=14 als Standardsuche ein.

Unten findest du die Schritte für Computer, Android und iPhone, und ich sage dir offen, was in welchem Browser geht und was nicht. Im zweiten Teil geht es um die Frage, die dich als Website-Betreiber mehr betreffen dürfte: Wie wird deine Seite in KI-Antworten als Quelle genannt? Das Stichwort dazu heißt GEO, kurz für Generative Engine Optimization.

Was ist der Google KI-Modus?

Der KI-Modus (englisch Google AI Mode) ist eine eigene Ansicht der Google Suche, in der du Fragen wie in einem Chat stellst und direkt Folgefragen anhängst. Google zerlegt deine Frage dabei in Unterthemen, recherchiert sie parallel (Google nennt das „Query-Fan-Out“) und fasst das Ergebnis mit Links zu den Quellen zusammen. Google selbst bezeichnet den KI-Modus als seine leistungsstärkste KI-Suchfunktion.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es den KI-Modus seit dem 8. Oktober 2025, auch auf Deutsch. Google hatte die Ausweitung auf mehr als 35 weitere Sprachen und über 40 weitere Länder am Vortag angekündigt. Seitdem ist der KI-Modus in über 200 Ländern und Gebieten verfügbar. Nach Googles eigener Angabe vom Mai 2026 hat er mehr als eine Milliarde Nutzer im Monat.

Welches Modell steckt dahinter?

Standardmodell im KI-Modus ist seit dem 19. Mai 2026 Gemini 3.5 Flash, laut Google für alle Nutzer weltweit. Eine neuere offizielle Angabe zum Standardmodell habe ich nicht gefunden. Seit dem 13. Oktober 2026 lässt sich zusätzlich Gemini 4 Argon im Menü der Leiste „Frage stellen“ auswählen, mit Tageslimit und nur mit einem privaten Google-Konto, das du selbst verwaltest. Deutschland steht nicht auf Googles Länderliste für Argon. Hier steht das Modell laut Google-Hilfe nur Abonnenten von Google AI Pro oder Ultra ab 18 Jahren zur Verfügung. Für die meisten Fragen reicht laut Google die Standardeinstellung.

Was du im KI-Modus eingeben kannst

Du kannst tippen, über das Mikrofon sprechen, Bilder, PDFs und andere Dateien hochladen (auch aus Google Drive) oder die Adresse einer Webseite einfügen. Mit Search Live sprichst du in der Google App über das Live-Symbol mit der Suche und zeigst ihr über die Kamera, was du gerade siehst. Google rollt das seit dem 26. März 2026 in allen Ländern aus, in denen der KI-Modus verfügbar ist.

Google weist selbst darauf hin, dass der KI-Modus nicht immer richtig liegt. Bei wichtigen Themen wie Geld, Gesundheit oder Recht prüfst du die Antwort deshalb in mehreren Quellen.

KI-Modus und Übersicht mit KI sind nicht dasselbe

Die Übersicht mit KI (englisch AI Overviews, oft auch KI-Übersicht genannt) ist der Kasten mit einer KI-Zusammenfassung, den Google bei manchen Suchen automatisch einblendet. Meist steht er über den normalen Treffern. In Deutschland gibt es sie seit dem 25. März 2025. Vorher hatte Google sie in Search Labs unter dem Namen „Search Generative Experience“ (SGE) getestet, in den USA starteten die AI Overviews am 14. Mai 2024.

Den KI-Modus öffnest du dagegen nur, wenn du ihn aufrufst. Beide hängen zusammen: Unter einer Übersicht mit KI tippst du auf „Mehr anzeigen“, stellst im Feld „Frage stellen“ eine Folgefrage und landest im KI-Modus, der den Zusammenhang übernimmt. Das funktioniert seit Mai 2026 auf Computer und Smartphone.

Nicht gemeint sind die Gemini-App und der KI-Assistent auf Android-Handys. Das sind eigene Produkte. Wer „Google KI ausschalten“ sucht, meint oft eins davon. In diesem Artikel geht es um die KI in der Google Suche.

KI-Modus aktivieren: so geht es auf Desktop, Android und iPhone

Einen Schalter zum Aktivieren gibt es nicht. Auch Search Labs brauchst du nicht: Das Labs-Experiment zum KI-Modus läuft nur in den USA und Indien, Deutschland ist dort nicht dabei. Laut Google-Hilfe öffnest du den KI-Modus auf jedem Gerät auf einem dieser drei Wege:

  1. google.com/ai im Browser aufrufen.
  2. Auf google.com eine Frage eingeben und auf „KI-Modus“ klicken oder tippen.
  3. In der Google App auf dem Startbildschirm „KI-Modus“ antippen.

Kostet der KI-Modus etwas? Für die normale Nutzung brauchst du kein Abo, das Standardmodell steht laut Google allen Nutzern zur Verfügung. Ein Abo von Google AI Pro oder Ultra brauchst du in Deutschland zum Beispiel, wenn du Gemini 4 Argon wählen willst. Eine Anmeldepflicht nennt Google für die Grundfunktion nicht. Mit Google-Konto und aktiviertem Verlauf kannst du frühere Unterhaltungen später fortsetzen.

Am Computer: Google-Startseite und Chrome

  1. Öffne google.com, gib deine Frage ein und klick auf „KI-Modus“. Schneller geht es direkt über google.com/ai.
  2. In Chrome steht in einem neuen Tab rechts neben dem Suchfeld „KI-Modus“. Alternativ drückst du die Tabulatortaste und dann Enter.
  3. Über die Adressleiste von Chrome: rechts auf „KI-Modus“ klicken (oder Tab und Enter) und dann die Frage eingeben.
  4. Stellst du in Chrome eine Frage zur gerade geöffneten Seite, erscheint die Antwort in der Seitenleiste.

Auf Android

  1. Öffne die Google App und tipp auf dem Startbildschirm auf „KI-Modus“.
  2. Nach einer normalen Suche wechselst du oben über „Alle“ zwischen Suchergebnissen und KI-Modus.
  3. In Chrome öffnest du einen neuen Tab und tippst links neben dem Suchfeld oder darunter auf „KI-Modus“. Chrome leitet dann zu google.com/aimode weiter. Die Schaltfläche gibt es auch links neben der Adressleiste.
  4. Über das Menü im KI-Modus von Chrome beziehst du den aktuellen Tab, mehrere Tabs, die Kamera, die Galerie oder Dateien in deine Frage ein.

Auf dem iPhone und iPad

  1. In der Google App für iOS tippst du auf dem Startbildschirm auf „KI-Modus“.
  2. In Chrome für iOS funktioniert es wie auf Android: neuer Tab, dann „KI-Modus“ neben oder unter dem Suchfeld oder links neben der Adressleiste.
  3. In Safari rufst du google.com/ai auf oder suchst auf google.com und tippst auf „KI-Modus“. Mein Tipp: Leg dir google.com/ai als Lesezeichen oder auf den Home-Bildschirm.

KI-Modus fehlt? Das kannst du prüfen

  • Direkt aufrufen: google.com/ai nennt Google für alle Plattformen. Der Weg funktioniert also auch, wenn eine Schaltfläche fehlt.
  • Chrome: Google führt die Schaltflächen in Chrome außerhalb der USA und für andere Sprachen als Englisch schrittweise ein. Am Computer prüfst du per Rechtsklick auf die Adressleiste, ob „KI-Modus immer anzeigen“ angehakt ist.
  • Kinderkonten: Bei Konten mit Elternaufsicht verwalten die Eltern die Einstellungen für den KI-Modus über Family Link.
  • Gemini 4 Argon fehlt: In Deutschland gibt es das Modell nur mit einem Abo von Google AI Pro oder Ultra, ab 18 und mit privatem Google-Konto.

KI-Modus-Verlauf ansehen und löschen

Am Computer öffnest du den KI-Modus und klickst links auf „KI-Modus-Verlauf“. Dort löschst du einzelne Suchen über „Löschen“ oder alles über „Alle löschen“. Laut Google können Einträge danach noch bis zu 24 Stunden in „Meine Aktivitäten“ stehen. Mit einem Firmenkonto (Google Workspace) speichert der KI-Modus einen Verlauf nur, wenn der Administrator das in der Admin-Konsole freigegeben hat.

KI-Modus deaktivieren und Google ohne KI nutzen

Die ehrliche Antwort zuerst: Einen Schalter zum Deaktivieren gibt es nicht. Google bezeichnet die Übersicht mit KI in seiner Hilfe als „Kernfunktion der Google Suche“, ähnlich wie Knowledge Panels. Abschalten lässt sie sich laut Google nicht. Als Ausweg nennt Google selbst den Filter „Web“. Den KI-Modus musst du nicht abschalten, denn er öffnet sich nur, wenn du ihn anklickst. In Chrome am Computer kannst du zusätzlich seine Schaltfläche in der Adressleiste ausblenden.

Filter „Web“: Ergebnisse nur mit Links

  1. Such ganz normal bei Google.
  2. Wähl unter der Suchleiste den Filter „Web“. Steht er nicht direkt da, findest du ihn unter „Mehr“ oder „Alle“. Welche Filter Google zeigt und in welcher Reihenfolge, ändert sich je nach Suche.
  3. Google zeigt dann textbasierte Links zu Websites statt der Übersicht mit KI.

Google Suche ohne KI als Standard: udm=14

Der Filter „Web“ hat eine eigene Adresse: Mit dem Parameter udm=14 öffnet sich eine Google-Suche direkt in der Web-Ansicht. Diese Adresse trägst du im Browser als eigene Suchmaschine ein, das %s steht für deinen Suchbegriff:

https://www.google.com/search?q=%s&udm=14

Wichtig: Google dokumentiert den Parameter nicht offiziell. Laut Fachpresse funktioniert er seit Einführung des Filters im Mai 2024, eine Garantie, dass das so bleibt, gibt es aber nicht.

Chrome am Computer

  1. Öffne die Einstellungen und dort „Suchmaschine“.
  2. Klick auf „Suchmaschinen und die Websitesuche verwalten“.
  3. Klick bei „Websitesuche“ auf „Hinzufügen“.
  4. Trag einen Namen ein (zum Beispiel „Google Web“), ein Kürzel (zum Beispiel „gw“) und als URL die Adresse oben mit %s.
  5. Klick beim neuen Eintrag auf das Dreipunkt-Menü und wähl „Als Standard festlegen“.

Die Schaltfläche „KI-Modus“ in der Adressleiste blendest du aus, indem du mit der rechten Maustaste in die Adressleiste klickst und „KI-Modus immer anzeigen“ abwählst.

Firefox

Am Computer geht das laut Mozilla-Hilfe ab Firefox-Version 140: Du öffnest die Einstellungen, gehst auf „Suche“ und klickst in der Liste der Suchkürzel auf „Hinzufügen“. Dort trägst du einen Namen, die Adresse mit %s und optional ein Schlüsselwort ein und wählst die neue Suchmaschine anschließend als Standard. In älteren Versionen fehlt diese Möglichkeit. In Firefox für iOS geht das unter Einstellungen, „Suche“, „Suchmaschine hinzufügen“ mit Titel und Adresse.

Microsoft Edge

Microsoft beschreibt offiziell nur diesen Weg: Du suchst einmal mit der gewünschten Suchmaschine in der Adressleiste. Danach wählst du sie unter Einstellungen, „Datenschutz, Suche und Dienste“, „Suchen und verbundene Dienste“, „Adressleiste und Suche“ als Suchmaschine aus. Dass sich unter „Suchmaschinen verwalten“ auch eine eigene Adresse mit %s hinzufügen lässt, steht nur in Anleitungen von Fachmedien, nicht in der Microsoft-Hilfe.

Android-Handy

In Chrome für Android wählst du die Standardsuchmaschine nur aus einer Liste. Eine eigene Adresse mit udm=14 kannst du dort offiziell nicht eintragen. Dir bleibt der Filter „Web“ nach der Suche. Wenn du mit „Google KI ausschalten“ eigentlich Gemini oder den Assistenten auf dem Handy meinst: Das sind andere Produkte, die Schritte hier wirken darauf nicht.

iPhone und iPad

In den Einstellungen von Safari wählst du unter „Suchmaschine“ nur aus einer vorgegebenen Liste, eine eigene Such-URL sieht Apple nicht vor. Chrome für iOS bietet ebenfalls nur eine Liste. Du hast zwei Möglichkeiten: nach der Suche auf „Web“ tippen oder Firefox für iOS nutzen und dort die Adresse mit udm=14 als eigene Suchmaschine hinterlegen.

Was nicht zuverlässig funktioniert

  • „-ai“ an die Suche hängen: Das Minuszeichen schließt Seiten aus, die dieses Wort enthalten, und verändert damit deine Ergebnisse. Dass die Übersicht mit KI dadurch wegfällt, dokumentiert Google nicht. Verlassen kannst du dich darauf also nicht.
  • Abmelden: Google beschreibt nirgends, dass die Übersicht mit KI ohne Konto wegfällt. Laut Hilfe gibt es sie in Deutschland für alle Nutzer.
  • Search-Labs-Schalter: Der Schalter „AI in Search“ betrifft nur Experimente in Search Labs, nicht die Übersicht mit KI. Search Labs gibt es in Deutschland ohnehin nicht.

KI-Modus, KI-Übersichten und klassische Suche im Vergleich

Die drei Ansichten unterscheiden sich vor allem darin, wann sie erscheinen und wie viele Klicks bei den Websites ankommen:

Tabelle seitlich wischen, um alle Spalten zu sehen.
Klassische Sucheohne KI: Filter „Web“ Übersicht mit KIAI Overviews, KI-Übersicht KI-ModusGoogle AI Mode
DarstellungListe mit Links zu WebsitesKI-Zusammenfassung mit Links zu Quellen, in Deutschland in 78,6 % der Fälle ganz obenEigene Ansicht mit KI-Antwort, Links zu Quellen und Folgefragen wie im Chat
Wann sie erscheintBei jeder Suche, nur Links mit Filter „Web“ oder udm=14Automatisch, in Deutschland bei etwas über 20 % der Keywords, im Longtail rund 30 %Nur wenn du ihn öffnest: google.com/ai, Schaltfläche „KI-Modus“ oder Google App
AbschaltenIst selbst die Variante ohne KIKein Schalter, Ausweg ist der Filter „Web“Nicht nötig, öffnet sich nur auf Klick; Schaltfläche in Chrome am Computer ausblendbar
EingabeSuchbegriffNormale Suche, Folgefrage führt in den KI-ModusText, Sprache, Bilder, PDFs und andere Dateien, Webadressen, Kamera über Search Live
ModellGoogles Ranking-SystemeGemini 3 (letzte offizielle Angabe von Google, Januar 2026)Standard Gemini 3.5 Flash (Angabe von Google, Mai 2026), Gemini 4 Argon in Deutschland nur mit Abo
Klicks auf Websites (Deutschland)Bei Keywords ohne Übersicht enden 57 % der Suchen mit Klick auf einen organischen TrefferMit Übersicht 33 %; Klickrate auf Position 1 sinkt von über 27 % auf 11 %Keine belastbaren Daten bekannt
Messen in der Search ConsoleLeistungsbericht mit Klicks und ImpressionenBericht „Generative AI performance“ mit Impressionen, seit 31.08.2026Bericht „Generative AI performance“ mit Impressionen, seit 31.08.2026
Quellen: Google-Hilfe, Google-Blog und Google Search Central; Anteile und Klickdaten für Deutschland aus der Sistrix-Auswertung von über 100 Millionen Keywords.

Was bedeutet das für deine Sichtbarkeit?

Die Übersicht mit KI kostet Websites in Deutschland messbar Klicks, vor allem Informationsseiten. Transaktionale Seiten trifft es kaum. Das zeigt eine Messung von Sistrix mit über 100 Millionen Keywords. Danach erscheint die Übersicht mit KI bei etwas über 20 % der Keywords, also bei rund jedem fünften. Dieser Anteil ist seit einiger Zeit ziemlich konstant. Bei Longtail-Keywords sind es rund 30 %, bei Keywords mit Shopping-Integration zeigt Google aktuell keine Übersicht. Wenn eine erscheint, steht sie in 78,6 % der Fälle ganz oben über den organischen Treffern.

Die Folgen für die Klicks sind deutlich. Laut Sistrix sinkt die Klickrate auf Position 1 bei Keywords mit Übersicht von über 27 % auf 11 %. Ohne Übersicht enden 57 % der Suchen mit einem Klick auf einen organischen Treffer, mit Übersicht 33 %. Sistrix rechnet hoch, dass in Deutschland dadurch rund 265 Millionen organische Klicks pro Monat wegfallen, im Schnitt 6,6 % aller organischen Klicks. Je nach Branche liegt der Verlust zwischen rund 1 und über 24 %, einzelne Gesundheitsportale verlieren rund 30 %. Transaktionale Seiten trifft es kaum, bei Booking.com sind es 0,46 %.

Eine Studie von Pew Research aus den USA zeigt ein ähnliches Bild. Sie beruht auf Browsingdaten von 900 Erwachsenen aus dem März 2025. Bei Suchen mit KI-Zusammenfassung klickten die Teilnehmer in 8 % der Fälle auf einen klassischen Treffer, ohne Zusammenfassung in 15 %. Auf einen Link in der Zusammenfassung selbst klickten sie nur bei 1 % der Suchen mit Zusammenfassung. Google hält dagegen, Klicks von Ergebnisseiten mit Übersicht seien hochwertiger, weil die Besucher länger auf der Website bleiben. Zahlen nennt Google dazu nicht.

Für den KI-Modus selbst kenne ich keine belastbaren Klickdaten aus Deutschland. Der neue Search-Console-Bericht für die KI-Funktionen weist Impressionen aus, Klicks führt die Google-Hilfe dafür nicht auf.

Was ich daraus ableite:

  • Reine Wissensfragen verlieren am meisten. Gewinnst du Besucher vor allem mit Erklärartikeln, spürst du die Übersicht mit KI am stärksten. Einzelne Gesundheitsportale zeigen, wie weit das gehen kann.
  • Kaufnahe Suchen sind kaum betroffen. Wer etwas buchen oder kaufen will, klickt weiter. Seiten zu Angeboten, Preisen und Leistungen bleiben wichtig.
  • SEO bleibt die Grundlage. Die KI-Funktionen beruhen laut Google auf denselben Ranking- und Qualitätssystemen wie die normale Suche. Ohne solide SEO-Basis wird es auch mit den KI-Antworten schwer.

GEO: wie deine Seite in KI-Antworten zitiert wird

GEO steht für Generative Engine Optimization: Du baust Inhalte so auf, dass KI-Systeme sie als Quelle nutzen und verlinken. Gemeint sind etwa der KI-Modus, die Übersicht mit KI, ChatGPT oder Perplexity. Oft liest du auch GEO-Optimierung oder GEO SEO, gemeint ist dasselbe. Mit Geo im Sinne von lokal hat das nichts zu tun, auch wenn „geo seo“ danach klingt. Lokale Signale spielen trotzdem hinein, dazu unten mehr.

Woher der Begriff kommt und wie seriös GEO ist

Der Begriff stammt aus dem Forschungspapier „GEO: Generative Engine Optimization“ von Pranjal Aggarwal und Kollegen. Die Autoren kamen unter anderem von der Princeton University und dem IIT Delhi. Es erschien im November 2023 auf arXiv und wurde für die Konferenz KDD 2024 angenommen. Die Forscher testeten mit einem eigenen Benchmark, welche Änderungen an Texten die Sichtbarkeit in generativen Antworten erhöhen. Ergebnis: bis zu 40 % mehr Sichtbarkeit. Am besten wirkten Quellenangaben, Zitate und Statistiken, Keyword-Stuffing schnitt schlecht ab. Das ist ein Laborergebnis mit einem Testsystem, keine Messung in der Google Suche.

Google sieht das nüchterner: Optimierung für die generative KI-Suche ist aus Googles Sicht weiterhin SEO. In seinem im Juli 2026 aktualisierten Leitfaden rät Google, bei Anbietern von GEO-Leistungen die eigenen Hinweise zur Auswahl von SEO-Dienstleistern zu beachten. Außerdem betont Google, dass kein externes Tool Zugriff auf seine internen Ranking- oder KI-Systeme hat. Ich sehe es so: GEO ist kein neues Handwerk, sondern SEO mit Blick auf die Frage, ob deine Seite in einer KI-Antwort als Quelle taugt. Eine Garantie auf eine Nennung kann dir niemand geben.

Was Google technisch voraussetzt

Deine Seite muss laut Google drei Bedingungen erfüllen: Sie ist indexiert, sie darf mit einem Snippet angezeigt werden, und sie ist in der Search Console nicht für die KI-Funktionen ausgeschlossen. Weitere technische Anforderungen nennt Google nicht. Die Einstellung in der Search Console heißt „Search generative AI“. Dort legst du fest, ob deine Website in der Übersicht mit KI, im KI-Modus und in den KI-Funktionen von Discover erscheinen darf. Standard ist eingeschlossen. Schließt du sie aus, bekommst du aus diesen Funktionen keine Impressionen und keinen Traffic. Auf das Ranking in der übrigen Suche wirkt sich das laut Google nicht aus. Die Einstellung gibt es seit dem 31. August 2026 für alle Websites weltweit.

Feiner steuerst du über robots.txt, noindex, nosnippet, data-nosnippet und max-snippet. Google-Extended regelt dagegen nur, ob Google deine Inhalte für Training und Grounding in anderen Google-Systemen nutzt, nicht deine Sichtbarkeit in der Suche.

Inhalte, die es so nur bei dir gibt

Den wichtigsten Hebel nennt Google selbst: einzigartige Inhalte, die nicht austauschbar sind und auf eigener Erfahrung beruhen. Allgemeinwissen fasst die KI auch ohne dich zusammen. Was du beitragen kannst, ist das Eigene: Zahlen aus deinem Betrieb, Fotos und Videos von echten Projekten, Erfahrungen mit Kunden, eine begründete Meinung. E-E-A-T (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauen) ist laut Google kein eigener Rankingfaktor, zählt bei Themen wie Gesundheit, Finanzen und Sicherheit aber stärker. Nenn deshalb den Autor mit Namen und zeig, woher sein Wissen kommt.

Belege und Zahlen statt Behauptungen

Im GEO-Paper wirkten Quellenangaben, Zitate und Statistiken am stärksten. Deine Leser haben ohnehin etwas davon. Nenn konkrete Zahlen mit Quelle, verlinke Primärquellen und zitiere Fachleute, wo es passt. In diesem Artikel siehst du das Prinzip: Bei jeder Zahl steht, woher sie kommt.

Gliederung für Leser, nicht für Maschinen

Klare Überschriften helfen deinen Lesern, sagt Google, und eine ideale Seitenlänge gibt es nicht. Du musst Texte weder in kleine Häppchen zerlegen („Chunking“) noch speziell für KI umschreiben. Strukturierte Daten sind für die KI-Funktionen nicht nötig, ein spezielles Schema gibt es nicht. FAQ-Rich-Results zeigt Google seit dem 7. Mai 2026 gar nicht mehr an. Mein Rat: Beantworte die Frage aus der Überschrift im ersten Satz darunter. Das hilft Menschen, und so ist auch dieser Artikel aufgebaut.

Was du dir sparen kannst

  • llms.txt und spezielle KI-Dateien: Die Google Suche ignoriert sie laut Google.
  • Massenhaft Seiten für jede Fragevariante: Wer für jede denkbare Fan-Out-Frage eine eigene Seite erzeugt, verstößt laut Google gegen die Spam-Richtlinie zu „scaled content abuse“. Im Mai 2026 hat Google klargestellt, dass die Spam-Richtlinien auch für KI-Antworten gelten.
  • Unechte Erwähnungen: Laut Google bringen sie weniger, als man denkt.
  • Keyword-Stuffing: Schnitt schon im GEO-Paper schlecht ab.

Unternehmensprofil und Merchant Center pflegen

Für lokale Betriebe und Shops nennt Google ausdrücklich zwei weitere Hebel: das Unternehmensprofil und das Merchant Center. Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und Produktdaten sollten dort aktuell sein. An dieser Stelle berühren sich GEO und lokale Suche dann doch.

Messen: der neue Bericht in der Search Console

Seit dem 31. August 2026 gibt es in der Search Console weltweit den Bericht „Generative AI performance“. Er zeigt, wie oft deine Seiten in der Übersicht mit KI und im KI-Modus angezeigt wurden, aufgeteilt nach Seiten, Ländern, Geräten und Zeitraum. Er zählt Impressionen, Klicks führt die Google-Hilfe für diesen Bericht nicht auf, und er erscheint erst, wenn genug Impressionen zusammenkommen. Die KI-Funktionen stecken außerdem weiterhin im normalen Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“.

Und Backlinks? Weil die KI-Funktionen auf den normalen Ranking-Systemen aufbauen, gilt für sie dasselbe wie für SEO insgesamt. Domain Authority ist dabei eine Kennzahl von Drittanbietern, kein Google-Signal. Als grober Vergleich mit Wettbewerbern ist sie trotzdem nützlich. Deine Werte prüfst du kostenlos mit meinem Domain Authority Checker.

GEO-Checkliste

  • Die Seite ist indexiert, Snippets sind erlaubt, und in der Search Console ist sie unter „Search generative AI“ nicht ausgeschlossen.
  • Jede Überschrift stellt eine klare Frage oder Aussage, der erste Satz darunter beantwortet sie.
  • Der Text enthält etwas Eigenes: Erfahrung, Zahlen aus der Praxis, Fotos, eine begründete Meinung.
  • Zahlen und Aussagen sind mit Quellen belegt, Primärquellen sind verlinkt.
  • Der Autor ist mit Namen genannt, bei Geld- und Gesundheitsthemen mit nachvollziehbarer Expertise.
  • Unternehmensprofil und, falls du Produkte verkaufst, Merchant Center sind aktuell.
  • Keine Massenseiten für Fragevarianten, kein Keyword-Stuffing, keine llms.txt als Ersatz für Inhalte.
  • Themen sind als Cluster aufgebaut: ein Leitartikel plus Unterseiten, die sich gegenseitig verlinken.
  • Du kennst die Fragen deiner Zielgruppe, bevor du schreibst.
  • Du schaust einmal im Monat in den Bericht „Generative AI performance“.

Themenfindung: welche Fragen stellen deine Kunden?

GEO beginnt wie SEO mit Recherche. Bevor du schreibst, willst du wissen, welche Fragen deine Kunden Google und der KI stellen. Für diesen Artikel habe ich mir zum Beispiel die Box „Ähnliche Fragen“ bei Google angesehen. Zu „ki modus aktivieren“ stehen dort Fragen wie „Wo ist die Google KI?“ oder „Kann ich KI kostenlos nutzen?“, zu „google suche ohne ki“ Fragen wie „Kann man Google auch ohne KI nutzen?“. Genau diese Fragen beantwortet der Artikel oben.

Wie oft solche Begriffe gesucht werden, prüfst du mit meinem Keyword-Tool Queris: Suchvolumen, CPC, Wettbewerb und Trend für ganze Keyword-Listen. Suchvolumen ist dabei immer eine Schätzung, aber eine mit Daten aus einer verlässlichen Quelle (Google) statt einer Zahl, die sich eine KI ausdenkt. Queris ist kostenlos testbar. Wenn du ohnehin mit KI arbeitest, holst du die Daten direkt in den Chat: So geht die Keyword-Recherche mit Claude, und so die Keyword-Recherche mit ChatGPT.

Du willst das nicht selbst umsetzen?

GEO ist keine einmalige Aufgabe. Themen recherchieren, Inhalte mit eigener Erfahrung schreiben, die Technik prüfen und den Bericht in der Search Console verfolgen: Das kostet jeden Monat Zeit. Wenn du dabei Unterstützung willst: Was ich übernehme, steht auf der Seite GEO Agentur, schreiben kannst du mir über die Kontaktseite. Und wenn deine Website ohnehin neu muss: Ich baue Websites mit Claude zum Festpreis von 2.900 € zzgl. USt., ausschließlich für Unternehmer. Mehr dazu auf meiner Seite zum Webdesign für Unternehmen in Leipzig.

Fazit

Den KI-Modus öffnest du über google.com/ai, die Google-Startseite oder die Google App, ein Schalter ist nicht nötig. Abschalten lässt sich weder er noch die Übersicht mit KI. Willst du Google ohne KI nutzen, nimmst du den Filter „Web“ oder richtest udm=14 als Standardsuche ein. Für deine Website heißt das: Die Übersicht mit KI kostet laut Sistrix vor allem Informationsseiten messbar Klicks, transaktionale Seiten trifft es kaum. GEO ist dabei kein Zaubertrick, sondern gutes SEO mit Inhalten, die es so nur bei dir gibt, sauber belegt und für Leser gegliedert. Wie oft deine Seiten in Googles KI-Antworten auftauchen, siehst du im neuen Bericht der Search Console.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zu dem Artikel.

Wie aktiviere ich den Google KI-Modus?
Gar nicht, er ist schon da. Du öffnest ihn über google.com/ai, über „KI-Modus“ auf google.com nach Eingabe einer Frage oder in der Google App auf dem Startbildschirm. Das gilt für Computer, Android und iPhone. Search Labs brauchst du dafür nicht.
Kann man den Google KI-Modus deaktivieren?
Nein, einen Schalter gibt es nicht, auch nicht für die Übersicht mit KI. Der KI-Modus öffnet sich aber nur, wenn du ihn anklickst. In Chrome am Computer blendest du die Schaltfläche aus: Rechtsklick auf die Adressleiste und „KI-Modus immer anzeigen“ abwählen.
Wie nutze ich Google ohne KI?
Wähl nach der Suche den Filter „Web“, dann zeigt Google nur textbasierte Links zu Websites. Dauerhaft geht es mit einer eigenen Suchmaschine im Browser, etwa in Chrome am Computer oder Firefox: https://www.google.com/search?q=%s&udm=14. Der Parameter udm=14 ist nicht offiziell dokumentiert.
Ist der Google KI-Modus kostenlos?
Ja, für die normale Nutzung brauchst du kein Abo. Das Standardmodell Gemini 3.5 Flash steht laut Google allen Nutzern zur Verfügung. Ein Abo von Google AI Pro oder Ultra brauchst du in Deutschland zum Beispiel, wenn du das Modell Gemini 4 Argon wählen willst.
Wie finde ich die richtigen Themen für GEO?
Mit einer Keyword- und Fragen-Recherche: Welche Fragen stellt deine Zielgruppe, wie oft wird gesucht, wie stark ist der Wettbewerb? Die Box „Ähnliche Fragen“ bei Google liefert Ideen, mein Keyword-Tool Queris die geschätzten Suchvolumen dazu. Queris ist kostenlos testbar.
Verliere ich durch die Übersicht mit KI Traffic?
Bei Wissensfragen oft ja. Laut Sistrix sinkt in Deutschland die Klickrate auf Position 1 bei Keywords mit Übersicht von über 27 % auf 11 %. Transaktionale Seiten trifft es kaum. Wie oft du in Googles KI-Antworten erscheinst, zeigt die Search Console im Bericht „Generative AI performance“.
Sind Backlinks für die KI-Suche noch wichtig?
Die KI-Funktionen von Google bauen laut Google auf den normalen Ranking-Systemen auf. Für Backlinks gilt dort also dasselbe wie im SEO insgesamt. Domain Authority ist eine Kennzahl von Drittanbietern, kein Google-Signal, als grober Vergleich mit Wettbewerbern aber nützlich.
Was ist GEO (Generative Engine Optimization)?
GEO heißt, Inhalte so aufzubauen, dass KI-Antworten wie der Google KI-Modus oder ChatGPT sie als Quelle nutzen. Der Begriff stammt aus einem Forschungspapier von 2023. Google sagt, für seine KI-Suche sei das weiterhin SEO. Mit lokaler Optimierung hat GEO nichts zu tun.
Wie kommt meine Website in die Übersicht mit KI?
Eine Garantie gibt es nicht. Deine Seite muss indexiert sein, Snippets erlauben und darf in der Search Console nicht für KI-Funktionen ausgeschlossen sein. Ausgewählt wird über Googles normale Ranking-Systeme. Am meisten hilft laut Google Inhalt mit eigener Erfahrung, den es so sonst nicht gibt.
Was ist Google SGE, und gibt es das noch?
SGE (Search Generative Experience) war der Name, unter dem Google seine KI-Zusammenfassungen in Search Labs getestet hat. Daraus wurden die AI Overviews, auf Deutsch „Übersicht mit KI“, in Deutschland seit März 2025. Wer heute „Google SGE optimieren“ sucht, landet deshalb beim Thema GEO.
Seit wann gibt es den Google KI-Modus in Deutschland?
Seit dem 8. Oktober 2025, zusammen mit Österreich und der Schweiz und auch auf Deutsch. Standardmodell ist laut Google seit dem 19. Mai 2026 Gemini 3.5 Flash.
Was ist der Unterschied zwischen KI-Modus und Übersicht mit KI?
Die Übersicht mit KI (AI Overviews) blendet Google bei manchen Suchen automatisch ein, meist über den Treffern. Den KI-Modus (AI Mode) öffnest du selbst, etwa über google.com/ai, und stellst dort Fragen und Folgefragen wie in einem Chat. Aus einer Übersicht kommst du per Folgefrage in den KI-Modus.

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