Google Ads Kosten: Klickpreise und Budget berechnen

Bei den Google Ads Kosten gibt es keinen Festpreis: Du legst dein Budget selbst fest und zahlst bei Suchanzeigen je Klick. Bei den Branchenbegriffen weiter unten liegen die geschätzten Klickpreise zwischen rund 1,13 und 12,78 €. Wie viel Budget du brauchst, hängt an deinem Ziel: In meinem Rechenbeispiel ergeben 20 Anfragen im Monat rund 1.000 €, also etwa 33 € am Tag. Ich plane und betreue Google-Ads-Kampagnen für Unternehmen. Hier zeige ich dir, wie die Kosten entstehen und wie du selbst rechnest.
Was kostet Google Ads? Du bestimmst das Budget
Feste Google Ads Preise oder eine Preisliste gibt es nicht. Google selbst nennt keinen Festpreis und schreibt keine Mindestausgaben vor. Werbung bei Google kostet also so viel, wie du freigibst. Du steuerst das über zwei Werte: Das durchschnittliche Tagesbudget gibt die Ausgaben einer Kampagne vor, das Gebot legt fest, was du für einen Klick höchstens zahlen willst. Eine einzelne Google-Anzeige hat deshalb auch keinen Stückpreis, bezahlt wird der Klick.
Die Klicks sind aber nur ein Teil der Kosten. Dazu kommen die Zielseite, das Tracking und die Zeit für die Pflege der Kampagnen, egal ob du sie selbst aufbringst oder abgibst.
Was du bezahlst: Klick, Auktion, Klickpreis
Bei Suchanzeigen zahlst du für jeden Klick auf deine Anzeige. Dieser Klickpreis heißt CPC, kurz für Cost-per-Click. Festgelegt wird er in einer Auktion, die Google bei jeder Suchanfrage neu durchführt. Dein Anzeigenrang hängt vor allem von deinem Gebot, der Qualität von Anzeige und Zielseite und dem Kontext der Suche ab. Die Qualität bewertet Google unter anderem nach erwarteter Klickrate, Anzeigenrelevanz und Erfahrung auf der Zielseite. Der Qualitätsfaktor in deinem Konto zeigt dir das als Wert von 1 bis 10. Laut Google ist er aber nur ein Diagnosewert und fließt selbst nicht in die Auktion ein.
Dein Gebot ist in der Regel die Obergrenze. Laut Google liegt der tatsächliche Klickpreis oft darunter, weil du höchstens zahlst, was nötig ist, um die Mindestschwelle zu erreichen und vor dem nächsten Werbetreibenden zu liegen. Eine relevantere Anzeige und eine bessere Zielseite können den Klick deshalb günstiger machen, ohne dass du mehr bietest.
Andere Kampagnentypen rechnen anders ab. Bei Videokampagnen zahlst du je nach Gebot pro Aufruf, im Displaynetzwerk sind die Klickpreise laut Google in der Regel niedriger als in der Suche. Anzeigen für lokale Dienstleistungen kosten je Lead statt je Klick und stehen laut Google nur bestimmten Branchen offen. Ob du sie nutzen kannst, prüfst du für deine Region und dein Gewerbe bei Google. Die Zahlen in diesem Artikel beziehen sich auf Suchkampagnen.
Was kostet ein Klick? Geschätzte Klickpreise nach Branche
Die Tabelle zeigt geschätzte durchschnittliche Klickpreise für sieben Branchenbegriffe in Deutschland. Abgerufen habe ich sie am 02.11.2026 mit Queris, meiner eigenen SEO-Software. Es sind Schätzungen aus Google-Daten, keine Preise, die du so bezahlen wirst. Queris liefert sie in US-Dollar, ich habe sie zum EZB-Referenzkurs vom 02.11.2026 (1 € = 1,1216 $) in Euro umgerechnet.
| Suchbegriff | Geschätzter Klickpreis | Wettbewerb | Geschätztes Suchvolumen pro Monat |
|---|---|---|---|
| anwalt arbeitsrecht | 12,78 € | 62 | 5.400 |
| umzugsfirma | 8,40 € | 73 | 4.400 |
| energieberater | 6,12 € | 60 | 9.900 |
| steuerberater | 4,73 € | 15 | 74.000 |
| immobilienmakler | 4,29 € | 35 | 40.500 |
| dachdecker | 2,75 € | 20 | 40.500 |
| autowerkstatt | 1,13 € | 20 | 74.000 |
Bundesweite Werte für den Begriff ohne Ortsangabe. Wettbewerb reicht von 0 bis 100. In deiner Region können alle Werte anders aussehen.
Der Begriff für den Arbeitsrechtsanwalt kostet geschätzt gut elfmal so viel wie der für die Autowerkstatt. Über die Rentabilität sagt das allein nichts, es zählt, was ein Auftrag einbringt. Ein Klick für knapp 13 € kann sich rechnen, ein Klick für gut 1 € nicht.
Warum Google Ads so teuer wirkt
Der Preis kommt aus dem Wettbewerb um dieselbe Suche. Google nennt als wichtigen Grund die Absicht hinter dem Begriff: Wer kaufen will, ist in der Regel umkämpfter als jemand, der sich nur informiert. Auch die Region zählt, denn wo mehr Nachfrage und mehr Mitbewerber sind, liegen die Kosten in der Regel höher. Dazu kommen Saison und Gebotsstrategie. „Conversions maximieren“ kann laut Google zu höheren Klickpreisen führen als „Klicks maximieren“, ist dafür auf das Gesamtergebnis ausgelegt. Und wer an einem Auftrag viel verdient, kann mehr bieten als jemand mit kleiner Marge. Das hebt den Preis für alle im selben Markt.
Was kostet es, ganz oben zu stehen?
Einen Preis für die erste Position gibt es nicht. Der Rang wird bei jeder Suche neu berechnet, und das Gebot ist nur einer von mehreren Faktoren. Für Anzeigen oberhalb der Suchergebnisse gelten laut Google höhere Mindestschwellen, deshalb sind die Klickpreise dort meist höher, die Klickraten aber oft besser. Einen Anhaltspunkt für deine Begriffe liefert der Keyword-Planer von Google, in dem du nach Geboten für den oberen Seitenbereich filtern kannst. Eine feste Position kann dir niemand zusagen, weil sie die Auktion entscheidet.
Tagesbudget: So reizt Google es aus
Du stellst je Kampagne ein durchschnittliches Tagesbudget ein. Das ist ein Mittelwert, keine feste Tagesgrenze. Google verteilt die Ausgaben auf die Tage, an denen Klicks und Conversions wahrscheinlicher sind. An manchen Tagen gibt es weniger aus, an anderen mehr. Dabei gelten bei den meisten Kampagnen zwei Grenzen:
- Pro Tag: das Doppelte deines Tagesbudgets.
- Pro Monat: das 30,4-Fache deines Tagesbudgets.
Bei 10 € Tagesbudget kann ein einzelner Tag also bis zu 20 € kosten, im Monat zahlst du höchstens 304 €. Laut Google wird dir nicht mehr berechnet, auch wenn die Auslieferung einmal über die Grenze rutscht. Startest du mitten im Monat oder änderst du das Budget, rechnet Google mit den verbleibenden Tagen weiter. Bewerte deshalb den Monat und nicht den einzelnen Tag.
Wie viel Budget brauchst du? Der Rechenweg
Fang mit der Frage an, was eine Anfrage kosten darf. Für den Überschlag reicht eine Formel: Monatsbudget = gewünschte Anfragen × Klickpreis ÷ Conversion-Rate. Die Conversion-Rate ist der Anteil der Klicks, aus dem eine Anfrage wird.
Hier ein durchgerechnetes Beispiel. Alle Werte sind Annahmen für einen fiktiven Dienstleister, also weder Prognose noch Branchenwert:
- Ziel: 20 Anfragen im Monat
- Klickpreis: 5 €, grob die Mitte der Tabelle
- Conversion-Rate: 10 %
- Abschlussquote: 25 % der Anfragen werden zum Auftrag
- Umsatz je Auftrag: 1.000 €, davon 400 € Geschäftskosten ohne Werbung
- Kosten je Anfrage: 5 € ÷ 10 % = 50 €.
- Monatsbudget: 20 Anfragen × 50 € = 1.000 €, das sind 200 Klicks.
- Tagesbudget: 1.000 € ÷ 30,4 = rund 33 €.
- Aufträge: 20 Anfragen × 25 % = 5 Aufträge, die Werbung kostet also 200 € je Auftrag.
- Ergebnis: 5.000 € Umsatz minus 2.000 € Geschäftskosten minus 1.000 € Budget = 2.000 €.
Der letzte Schritt folgt Googles eigener Rechnung: Umsatz minus Budget und Geschäftskosten. Ein Honorar für die Betreuung gehört zu den Geschäftskosten und ist im Beispiel noch nicht enthalten.
Zwei Zahlen sagen danach mehr als das Budget. Erstens dein höchster tragbarer Klickpreis: 600 € Ertrag je Auftrag (1.000 € minus 400 €) × 25 % × 10 % = 15 €. Ab diesem Preis bleibt im Beispiel nichts mehr übrig. Zweitens die Conversion-Rate: Fällt sie auf 5 %, kostet dieselbe Anfrage 100 €, und für 20 Anfragen brauchst du 2.000 €. Deshalb prüfe ich die Zielseite, bevor ich ein Budget erhöhe. Liegt dort das Problem, hilft eine eigene Landingpage für die Anzeige mehr als zusätzliches Geld.
Was kostet die Betreuung? Öffentliche Preise aus dem Markt
Das Werbebudget geht an Google, die Betreuung zahlst du getrennt. Üblich sind Monatspauschalen, Stundenkontingente oder ein Prozentsatz vom Werbebudget. Zur Einordnung habe ich am 02.11.2026 die öffentlichen Preise von fünf deutschen Anbietern verglichen: Die günstigsten regulären Monatspakete begannen bei 220 bis 890 € netto, Aktionspreise nicht mitgezählt. Zwei Anbieter nannten zusätzlich eine einmalige Einrichtung von rund 700 €, einer berechnete 5 % vom Werbebudget obendrauf. Das ist eine kleine Stichprobe und kein Marktdurchschnitt, und was in den Paketen steckt, unterscheidet sich stark.
Mein Honorar steht nach Erstgespräch und Analyse vorab schriftlich fest, das Werbebudget kommt separat dazu. Was die Betreuung umfasst, steht auf meiner Seite zur Google Ads Agentur.
Wann sich Google Ads nicht lohnt
Ob sich Google Ads lohnen, ist meistens eine einfache Rechnung. Ein Beispiel mit runden Zahlen: Du zahlst 1 € pro Klick, also für jede Person, die auf deine Seite kommt. Für 100 € kommen 100 Personen. Bei einer Conversion-Rate von 5 % tragen sich 5 davon ein. Jetzt zählt, wie gut du verkaufst. Kaufen 3 der 5, hat dich jeder Käufer 33,33 € Werbung gekostet.
Bleiben dir an einem Käufer vor den Werbekosten mehr als diese 33,33 € Gewinn, verdienst du mit Google Ads Geld. Bleibt weniger, zahlst du bei jedem Verkauf drauf. Vor genau dieser Rechnung stehen viele. Profitabel sind nur die, deren Angebot am Ende mehr Gewinn in die Kasse bringt, als ein Käufer in der Werbung kostet. Da muss man sich nichts vormachen: Geht diese Rechnung nicht auf, lohnt sich Google Ads nicht.
Sinnvoll sind Google Ads, wenn Menschen aktiv nach deinem Angebot suchen und deine Rechnung aufgeht. In diesen Fällen würde ich es lassen oder zuerst etwas anderes angehen:
- Kaum jemand sucht danach. Suchanzeigen fangen vorhandene Nachfrage ab, sie erzeugen keine. Für neues Interesse nennt Google selbst Demand-Gen-Kampagnen, die vor der Suche ansetzen.
- Die Rechnung geht nicht auf. Kostet dich ein Käufer in der Werbung mehr, als er dir an Gewinn bringt, wird es mit mehr Budget nur teurer.
- Das Budget liefert zu wenig Daten. 10 € am Tag ergeben bei angenommenen 5 € Klickpreis rund 60 Klicks im Monat. Damit erkennst du kaum, welche Suchbegriffe sich rechnen.
- Du kannst Anfragen nicht messen. Ohne Conversion-Tracking siehst du Klicks, aber nicht, was dein Geld gebracht hat.
Eine Zusage auf Anfragen oder Gewinn gibt es bei Google Ads nicht. Die Rechnung oben zeigt dir nur, ob sich ein Test lohnt.
Google Ads Kosten senken: So vermeidest du Streuverluste
- Suchbegriffbericht lesen. Dort siehst du, bei welchen Suchanfragen deine Anzeige tatsächlich lief. Die gebuchten Keywords allein zeigen das nicht. Seltene Anfragen zeigt Google aus Datenschutzgründen nicht einzeln.
- Ausschlüsse pflegen. Mit auszuschließenden Keywords legst du fest, bei welchen Begriffen deine Anzeige nicht erscheint.
- Region und Zeiten eingrenzen. Zeig die Anzeige nur dort, wo du arbeitest. Mit dem Werbezeitplaner kannst du Gebote senken oder pausieren, wenn dein Betrieb geschlossen ist.
- Anzeige und Zielseite auf den Begriff abstimmen. Das verbessert die Anzeigenqualität, und die kann den Klickpreis senken.
- Anfragen messen. Werte Formulare, Anrufe und Klicks auf WhatsApp als Conversion und steuere nach Kosten je Anfrage statt nach Klickrate.
Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Seit 2021 betreue ich Busemann & Schremmer aus Hannover mit Google und Facebook Ads, das Unternehmen macht Hausverwaltung, Maklergeschäft und Energieberatung. Laut Fallstudie kommen im Schnitt 100 Neukundenanfragen im Monat über Website und Funnel herein. Ein Budget nennt sie nicht, und sie deckt beide Werbekanäle ab. Als Richtwert für dein Konto taugt die Zahl also nicht.
Soll Google Ads Teil eines festen Ablaufs werden, von der Anzeige bis zur Weiterleitung jeder Anfrage, lies bei der Leadgenerierung weiter. Willst du wissen, ob sich die Rechnung für dein Angebot trägt, sprich mit mir über die Betreuung deiner Kampagnen.






